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Datenschutz

Gespeichert von ws am/um 27. Februar 2012 - 9:04

Datenschutzprävention an der KHS

 Im Rahmen einer Präventionsveranstaltung haben der 10. und der 11. Jahrgang Informationen über Datenschutz bekommen. Referenten aus der Initiative „Datenschutz geht zur Schule“ sind mit Vorträgen in ganz Deutschland unterwegs, um Schüler im Umgang mit persönlichen Daten etwas zu sensibilisieren – so auch an unserer Schule. Diese Initiative entstand aus dem Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V.

Nach einem schnellen Bluetooth-Scan und der Begrüßung derjenigen, dessen Bluetooth-Namen so ermittelt wurden, wurde dargestellt, was man mithilfe dieses Namens an persönliche Daten kommt. Oft kommt man durch eingeben des Namens in einer Suchmaschine an andere Stellen im Netz, an denen ebenfalls dieser Name verwendet wird. Im „Optimalfall“ bekommt man dann den richtigen Namen, mit dem man dann problemlos auch an Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und auch auf die Profile in sozialen Netzwerken gelangt. So lässt sich ein großes Profil von einem Menschen zusammenstellen und nahezu unendlich ergänzen – alles auf Basis eines Bluetooth-Namens.

Was sind eigentlich „persönliche Daten“? Über diese Frage wurde danach diskutiert. Das Ergebnis war, dass vieles dazugehört, angefangen beim Namen, bei der Adresse und der Telefonnummer bis hin zu Nachrichten und zum Beispiel der Krankenkasse. Und wenn solche Informationen einmal ins Internet gelangt sind, bekommt man sie dort auch auf die Schnelle nicht wieder gelöscht. Solche Daten werden aber vermehrt öffentlich preisgegeben. Die Gefahren dieses Umgangs mit dem Internet möchte die Initiative den Jugendlichen aufzeigen. Es muss ja nicht gleich der Datendiebstahl, das „Anzapfen“ eines Gespräches oder sogar das Hacken der Webcam sein. Schon durch ein „Gefällt mir“ bei facebook oder eine Wunschliste bei amazon kann einem personenangepasste Werbung eingeschleust werden. Nach dem generellen Teil wurde der Ablauf der Präsentation nach den Schülern gerichtet, die sich Themenbereiche nach ihren Interessen wünschen konnten. In dieser Phase wurde zum Beispiel deutlich, dass ein sicheres Passwort längst nicht mehr mit acht Zeichen auskommt, zwölf Zeichen sind das Minimum. Außerdem wurde gezeigt, wie viele Stationen eine einfache E-Mail auf ihrem Weg zum Empfänger durchläuft. Das Beispiel war eine Mail, die von Deutschland nach Irland geschickt wurde – mit mindestens zehn Zwischenstationen. An jeder Station wird eine Kopie der Mail hinterlegt, auch bei Geheimdiensten, die verdächtige Mail überprüfen.

Abschließend konnte wahrscheinlich jeder sagen, dass er Neues gelernt hat. Die Präsentation war sehr ansprechend gestaltet und auch auf Fragen wurde eingegangen. Letztendlich ist jeder mit dem Auftrag rausgegangen, nicht (mehr) alle seine Daten öffentlich preiszugeben. 

Tobias Halfpaap