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Debattier-Wettbewerb

Gespeichert von ws am/um 30. März 2012 - 9:59

Schüler der Klaus-Harms-Schule gewinnen den Debattier-Wettbewerb des Kreises Schleswig-Flensburg


In diesem Jahr hatten sich sieben Schulen mit acht Zweierteams für den Debattier-Wettbewerb angemeldet. In einem Vorentscheid hatten die Schulen ihre besten Teams ermittelt und in Zusammenarbeit mit der Heinz-Wüstenberg-Stiftung im Vorfeld "Stipendien" an ihre besten Rednerteams vergeben. Unter fachkundiger Anleitung von dem Projektleiter und Kommunikationswissenschaftler Andreas Kirberger übten die Teams an sechs Trainingstagen Rhetorik, Gestik und Körperhaltung.

In den zwei Halbfinaldebatten wurde parallel im Bürgersaal und im Kay-Nebel-Saal darüber diskutiert, ob an Schleswig-Holsteins Schulen das Lehrpersonal zu jeweils einem Drittel aus Männern und einem Drittel aus Frauen bestehen muss. In dem Wettbewerb wurde nach dem so genannten „British Parliamentary Style“ debattiert. Dieses ist – wie es der Name vermuten lässt – der Debattenstruktur des britischen Parlamentes ähnlich, in dem jeweils vier Zweierteams gegeneinander antreten. Jedes Debattierteam besteht hier aus zwei Rednern. Die Regierung muss das vorgegebene Thema befürworten, die Opposition dagegen reden. Es folgt auf eine Rede immer eine Gegenrede der anderen Seite. Die Redezeit war im Halbfinale auf 5 Minuten beschränkt, im Finale waren den Rednern 7 Minuten gegeben.

Thema der Schlussrunde war eine mögliche Abschaffung der „Fünf-Prozent-Hürde“ bei Bundes- und Landtagswahlen. Per Losentscheid wurde festgelegt, wer sich als "Regierungsmitglied" für eine Abschaffung aussprechen sollte oder als "Opposition" vehement für die Beibehaltung einsetzten musste. Auch die Reihenfolge, in der die Argumente vorgetragen werden mussten, wurde ausgelost. Da die Schüler erst kurz vor der Debatte darüber informiert wurden, welchen Standpunkt sie vertreten sollten, war es für die Teams eine kleine Überraschung: auch wenn ihnen die Themen rund zehn Tage im Voraus bekannt gegeben worden waren, gab es doch noch Überraschungsmomente.

Das Auftreten von Johannes Vollbehr und Erik Bremer war sicher, ihre Gestik eindeutig und ihre Argumentationen abgerundet. Es war alles abgestimmt - selbst die Garderobe - fast im Partner-Look debattierten die beiden Schüler  erfolgreich im Halbfinale und im Finale. Nicht nur die Zuschauer in den beiden Sälen des Schleswiger Kreishauses, sondern auch die Jurymitglieder waren der Meinung, dass die Oberstufenschüler der Klaus-Harms-Schule ein gutes, überzeugendes Team waren. Nach dem Finale der dritten Debattier-Meisterschaft im Kreis Schleswig-Flensburg überreichten die Jurymitglieder Johannes Vollbehr und Erik Bremer am Ende den Siegerpokal.

Die Jury hatte sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Sie  entschied denkbar knapp. Drei zu drei lautete das Ergebnis, so dass Jury-Präsident Bernd Hoever eine Entscheidung fällen musste. Neben dem Siegerteam qualifizierte sich noch ein weiteres Team der Klaus-Harms-Schule für das Finale des Debattierwettbewerbes. Die weiteren Finalteilnehmer stellen das Berufsbildungszentrum und die Lornsenschule in Schleswig.