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Wege zur Abstraktion

Gespeichert von ws am/um 12. Februar 2013 - 11:09

Ausstellungseröffnung „Wege zur Abstraktion“

Am 3. Februar 2013 fand die Eröffnung der von Schüler/Innen kuratierten Ausstellung „Wege zur Abstraktion“ im Kunsthaus Hänisch statt. Gäste waren unter anderem Frau Ungetüm-Ancker, Herr Burkart (1. Vorsitzender des Kunsthauses), Herr Hilscher und zu unserer Freude Herr Jatzkowski.
Zu Beginn der Eröffnung hielten Herr Burkhart und Frau Ungetüm-Ancker eine kurze Einführungsrede, in der sie einerseits den Schülern, Lehrern und Frau Kohla dankten, andererseits aber auch die kulturelle Wichtigkeit dieser Ausstellung für die Stadt Kappeln betonten. Frau Ungetüm-Anker beschrieb in wenigen Worten den Aufwand, den eine solche Kunstausstellung mit sich bringe: Auswählen der Bilder, Einrahmen und das Aufhängen und lobte das große Engagement der Beteiligten.


Den zweiten Teil der Eröffnung bildete eine Rede von Schüler/Innen aus der 13e unserer Schule (Ines Margies, Johannes Vollbehr, Söhnke Glanz), die eine schauspielerische Vorführung boten. Nachdem sich Erstere in der Rolle von Studenten zunächst vorgestellt hatten, zeigten sie den Entwicklungsprozess der Klasse, wie sie zu der Idee gekommen waren, eine solche Ausstellung zu veranstalten. Die Idee sei der Klasse aus dem unterrichtlichen Stoff aus der Oberstufe – Abstraktion – entstanden, mit dem sie sich beschäftigt hatten. Außerdem wollten sie Schülern das Thema näher bringen. Mit der Hilfe von Herrn Kai Feddersen, dem Klassenlehrer der 13e, sei die Idee ins Rollen gekommen.

Sie hätten dann Unterrichtskonzepte zum Thema entwickelt und diese an die verschiedenen Schulen im Umkreis (Klaus-Harms-Schule, Habertwedt, Gorch-Fock-Schule, Dänische Schule und Schule am Thorsberger Moor Süderbrarup) geschickt. Die beiden entwickelten ein Streitgespräch, in dem sie die jeweiligen Besonderheiten eines naturalistischen und eines abstrakten Bildes erklärten und schließlich deutlich machten, worum es in der Ausstellung geht. „Von diesem naturalistischen Gemälde machen wir uns nun auf die Reise zu deinem abstrakten Bild.“


Danach wurde Söhnke Glanz in der Rolle des Dr. Söhnke Glanz begrüßt, der die fachlichen Informationen zur Abstraktion unter anderem an der Kunstgeschichte belegte und erklärte. Abstraktion sei  „Der Prozess, wenn man von der Naturform durch Reinigung und Weglassen eine Reduktion aufs Wesentliche erzielt.“ Im Folgenden nannte er einige Kunststile zum Verdeutlichenden des Sachverhalts. Auch schiene es, als wolle jeweils die jüngste Generation die Kunst neu erfinden. Darauf folgend erklärte er die Zeichentheorie von Morris: Syntax (Aufbau, Ordnung, Grammatik), Semantik (kognitive Information), Pragmatik (emotionale Wirkung).
Am Ende wurde mithilfe eines Geräusches von zerbrechendem Glas an einem dazu skizzierten Bild mit Anregungen des Publikums eine Möglichkeit der Abstraktion gezeigt und schließlich durch ein Bild zum Thema „Malen nach Musik“ (Herr Der Ringe) weiter die Abstraktion anhand erklärt.


Schlussendlich eröffneten Ines Margies und Johannes Vollbehr die Ausstellung mit dem Kommentar: „Ein Weg führt durch diese Tür.“