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2013 Afrikaflair

Gespeichert von ws am/um 14. Februar 2013 - 8:41

Projekttag Afrikaflair
Ein Vormittag mit der Kultur des Anders-Sein

SCHLEI-BOTE

13. Februar 2013 | 00:10 Uhr | Von uk


Trommeln macht Spaß: Daniel aus Ghana freute sich, in Kappelns Gymnasiasten sehr gelehrige Schüler gefunden zu haben. Foto: uk
Siebt- und Achtklässler der Klaus-Harms-Schule erleben afrikanische Musik und Lebensart beim Projekttag, der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt wird.

Kappeln. Musik, Tanz und eine Powerpoint-Präsentation - das waren die Utensilien, mit denen der Projekttag Afrikaflair in die Klaus-Harms-Schule brachte. Erschienen waren der Kfz-Mechaniker Roger aus Uganda, Diplom-Kaufmann Gabriel aus dem Kongo, Elisabeth, Lehrerin für Straßenkinder, Friseurin Marina von der Elfenbeinküste, Trommler Daniel aus Ghana sowie Diplom-Ökonom und Journalist Wolfgang Lieberknecht aus Nordhessen - gemeinsam bilden sie die Initiative "Black and White" und animierten die Schüler zum Mitmachen. Zwar beteiligten sich die 235 Schüler des siebten und achten Jahrgangs erst zögerlich, dann aber mit wachsender Begeisterung tanzend am Geschehen - das machte Spaß.

Um das alles zu vertiefen, gab es anschließend Workshops im Tanzen, Trommeln und Singen afrikanischer Lieder - und natürlich wurde auch alles, was gehört und miterlebt worden war, in Diskussionen vertieft. Da ging es um weltweite Ungerechtigkeiten, um Menschenwürde, Ausbeutung von afrikanischen Rohstoffen durch Industrieländer. Jeder, wo immer auch sein Zuhause sei, habe ein Recht auf Leben in Würde, auf Gleichberechtigung und Arbeit, auf soziale Sicherheit und Teilhabe am der wirtschaftlichen Entwicklung, so Lieberknecht und fügte in einem leidenschaftlichen Plädoyer hinzu. "Wir alle wollen für die Zukunft unserer Erde zusammenarbeiten, wollen raus aus der Unmündigkeit, uns nicht unterkriegen lassen." Und weil Musik verbinde, sei diese, wie er hinzufügte, ein gutes Mittel, um zu einer Gemeinschaft zusammen zu wachsen.

Der Leiter des Gymnasiums, Thomas Hellmuth, hatte eingangs davon gesprochen, dass diese Veranstaltung der im vergangenen Oktober anerkannten Unesco-Projektschule gut zu Gesicht stehe. Der Afrikatag sei hervorragend geeignet, fremde Kulturen kennenzulernen und die Schüler für sie zu sensibilisieren. Hellmuth: "Andere Kulturen beinhalten ein Anders-Sein, und davon kann man lernen." Der Schulleiter versäumte es nicht, darauf hinzuweisen, dass der Afrika-Projekttag finanziell vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt werde, desgleichen vom Förderkreis der Klaus-Harms-Schule.

Wie dazu die Pädagogin Susanne Dreyer ergänzte, gehe es um die lebendige Begegnung mit dem afrikanischen Kontinent, um die dortigen Lebensbedingungen, die Menschenrechtserklärung und Entwicklungs-Zusammenarbeit als Weg zu einer gerechteren und friedlicheren Welt. Ein solcher Projekttag fand erstmals vor drei Jahren im Gymnasium statt. Trommeln, Tanzen und Singen seien, so Dreyer, in aller Welt elementare Ausdrucksmöglichkeiten - diese gelte es, für ein besseres Miteinander zu nutzen.