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Baltic-Sea-Project

Gespeichert von ws am/um 18. Dezember 2013 - 23:57

Baltic Sea Project - Junge Forscher an und auf der Ostsee

Die Klaus-Harms-Schule war als Unesco-Projekt-Schule vom Montag den 02.09 bis Freitag den 06.09 Standort des „Baltic Sea Projects“ (BSP).

Unter der Initiative der dänischen BSP-Delegation richteten Susanne Dreyer und Dr. Olav Binder als Unesco-Koordinatoren der Klaus-Harms-Schule dieses Event aus.

92 Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren und 33 Wissenschaftler und Betreuer  aus Dänemark, Estland, Finnland, Litauen, Polen und Deutschland nahmen am „Baltic Sea Project“ an der Klaus-Harms-Schule in Kappeln teil.

Im Fokus standen neben wissenschaftlichen Vorträgen auch Praktika auf der Schlei, an der Ostseeküste, auf der Geltinger Birk und in den Biologie- und Chemieräumen der Klaus-Harms-Schule. Aufgeteilt in neun Gruppen zu 10 bis 11 Teilnehmern  legten die Jugendlichen in mehreren Workshops selbst Hand an. Wie andere Teams auch untersuchten Jan-Willem Sander und Jan Vollertsen aus dem 11. Jahrgang, wie es sich verhält, wenn Salzwasser auf Süsswasser trifft. Dr. Sven Hille, ein Experte des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), erklärt in englischer Sprache seinen jungen Zuhörern das Phänomen, wenn das salzhaltige Nordseewasser auf das Brackwasser der Ostsee trifft. In einem grenzüberschreitenden Projekt mit der Polnischen Akademie der Wissenschaften hat das IOW das South Baltic Web Lab entwickelt. Von dieser Software profitierten nicht nur die BSP-Teilnehmer, sondern auch SchülerInnen aus aller Welt. Sie können sich über das Internet mit dem Web Lab Informationen rund um die Ostsee verschaffen. Die Mitarbeiter der Institute haben Materialien für elektronisch unterstütztes Lernen entwickelt. In dem Wissenschaftscamp konnten Hille und seine Mitarbeiter erstmals gemeinsam mit den Teilnehmern des BSP die praktischen Angebote testen. Durch die unterschiedlichen Module soll bei den jungen Leuten ein besseres Verständnis für die Meeresforschung geweckt werden. Während der Trips mit den beiden Booten (eines hat der Arnisser Segel-Club zur Verfügung gestellt) raus auf die Schlei konnten die Gruppen praktische Erfahrungen sammeln. Die Schüler durchfischten das Wasser mit Netzen, entnahmen Proben und führten Protokolle über die Experimente an Bord. Gleichzeitig fuhren andere Teams auf die Geltinger Birk zum „Bird Counting“ oder an die Küste bei Hasselberg zum „Coast Watching“, also um alles zu untersuchen, was an der Küste interessantes zu finden ist.

In einem Workshop im Computerraum setzte eine Gruppe Modelle aus Legosteinen zusammen, um mit Hilfe von Windrädern oder Solarzellen Energie für weitere Modelle bereitzustellen. Die Video-AG der Klaus-Harms-Schule filmte das BSP, um in den nächsten Wochen ein Video zu produzieren. Auch für die Teilnehmer ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. Kaum nachdem sie wieder in ihrer Heimat angekommen sind, werden sie die Besonderheiten des Camps reflektieren und Beiträge für eine Camp-Zeitung schreiben. Die junge Gäste aus Dänemark, Finnland, Polen, Litauen, Estland und Deutschland, die sich für die Projekttage der Ostsee verschrieben haben, sehen nach dieser Woche die Ostsee mit anderen Augen.

Im Rahmenprogramm des Baltic-Sea-Projects wurde ein Wettbewerb in der Simulation "ecopolicy" durchgeführt, in dem die Teams teilweise erstaunliche Ergebnisse erzielten.

Nach dem Abendessen lernten sich die Teilnehmer bei einer Stadtführung durch Kappeln oder bei Spiel und Tanz besser kennen.

An jedem Tag werkelten  SchülerInnen des 11. Jahrganges der Klaus-Harms-Schule unter Leitung von Maren Steffen ab 6 Uhr in der Küche, um für das leibliche Wohl aller Teilnehmer zu sorgen. Bei lauter Musik „Wake me up, when it’s all over, when I’m wiser and I’m older“ oder "Girls Just Want To Have Fun" machte die Küchenarbeit den Teams richtig Spaß. Es wurden die Mahlzeiten vorbereitet, Kaffee und Tee gekocht und in die Essenszelte gebracht. Nach dem Essen wurde das Geschirr zurück in die Küche getragen, gespült und für die nächste Mahlzeit vorbereitet. 125 Menschen brauchen eben jede Menge  Besteck und Geschirr. 

Nach einem langen Tag konnte die Küche erst um 22 Uhr sauber und aufgeräumt geschlossen werden. Um 23 Uhr war dann Campruhe, damit die Teilnehmer am nächsten Morgen in der Pausenhalle ausgeruht den interessanten Vorträgen folgen konnten.