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Landestagung 2015

Gespeichert von ws am/um 17. November 2015 - 19:19

Landestagung der UNESCO-Projektschulen Schleswig-Holsteins in Flensburg ,12.-14. November 2015

Es ist Freitag, der 13. November. Während in Kappeln LehrerInnen und SchülerInnen einen ganz normalen Schultag verbringen, arbeiten wir in verschiedenen Workshops zum Thema "Flüchtlinge".

Der Ort, an dem wir uns befinden, ist ein ganz Besonderer. Es handelt sich um eine kleine Kirche, die von der UNESCO-Schule Flensburg-Weiche als Aula benutzt wird. Schon viele Jahre wird die Heilandskapelle Weiche nicht mehr als Kirche genutzt, sondern dient dem Stadtteil außerhalb der Schulzeiten als Kulturzentrum. Die Orgel musste einer Küchenzeile weichen; statt Sitzbänken finden wir Tische, Stühle und Technik wie in einem modernen Tagungsraum vor. Die Stirnseite wird beherrscht von einer riesigen Jesusdarstellung der Künstlerin Käte Lassen.

An diesem außergewöhnlichen Schulort werden wir von SchülerInnen der UNESCO-AG begrüßt. Die Viertklässler haben eine Präsentation über die Arbeit in ihrer AG vorbereitet. Am Ende sind wir beeindruckt und die Kleinen stolz, dass sie zeigen durften, was ihre UNESCO-Grundschule so macht.
Bereits am Vortag waren wir, Sina, Merle, Freya, Christine und Joanna mit Frau Dreyer in Flensburg angereist, um uns gemeinsam mit SchülerInnen und LehrerInnen der UNESCO-Projektschulen Schleswig-Holsteins in einer dreitägigen Zukunftswerkstatt mit der Flüchtlingsproblematik auseinanderzusetzen. Wir informieren uns mit Hilfe einer Ausstellung von ProAsyl, die unsere Landeskoordinatorin Frau Peters kurzerhand aus dem Rathaus in Ahrensburg ausgeliehen hat über die aktuelle Situation. Zakia, eine Schülerin aus Syrien, die jetzt in Ahrensburg zur Schule geht und dort begeisterte UNESCO-AG Teilnehmerin ist, kann ihre eigenen Erfahrungen einbringen. In einem zweiten Schritt bringen wir unsere Wünsche für die Zukunft aufs Papier. Wünsche, wie sich die Situation gemeinsam mit den Flüchtlingen in Deutschland entwickeln möge, was wir uns für die Herkunftsländer der Flüchtlinge wünschen und wie wir uns die globale Situation in Zukunft vorstellen. Wir dürfen träumen...wie einst Martin Luther King.


Beim dritten Schritt, nämlich was wir nun konkret an Aktionen unternehmen möchten, welche Strategien wir uns vorstellen können, um die Situation für die Flüchtlinge zu verbessern und um uns auf den Weg zu machen, unsere Träume zu verwirklichen, prallen wir mit der Realität zusammen. An Ideen hapert es nicht. Vieles lässt sich aber nicht durchführen, birgt ungeahnte Gefahren, ist für uns eine Nummer zu groß. Es wird engagiert diskutiert, Alternativen durchdacht, verworfen, verändert, ergänzt. Den ganzen Samstagvormittag wird nochmal intensiv gearbeitet, um eine gemeinsame Aktion des Landesnetzwerks zu entwickeln. Schließlich lautet das ups-Motto für 2015/16 " Schau hin, misch dich ein!" und so einigen wir uns schließlich auf Folgendes: