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Gibt es ein Recht auf Schokolade?

Gespeichert von ws am/um 14. Dezember 2015 - 19:33

"Schau hin, misch dich ein!"- Thema des internationalen Projekttages 2015/16:
Kinderrechte - ein Projekt der UNESCO-AG für Jahrgang 6 am 14.12.2015

Ein "Recht auf Schokolade" gibt es in der Kinderrechtskonvention vom 20. November 1989 leider nicht. Die Kinder aus der 6. Klasse der KHS sind enttäuscht, aber nicht überrascht, erscheint ihnen dieses doch als zu abwegig. Dass es ein Recht auf Privatsphäre gibt, das auch für Kinder gilt, dass es u.a. ein Kinderrecht auf Meinungsäußerung und Gehör gibt, ist für viele neu.

Neu ist auch, dass der Unterricht an diesem Tag  nicht von Lehrern, sondern von älteren Mitschülern durchgeführt wird. Informationen rund um das Thema Kinderrechte haben die Mitglieder der UNESCO-AG in verschiedenen Workshops vorbereitet. 

Die Einführung in das Thema regeln ganz professionell Asmus (9a), Lisa und Johanna (Q2b). Danach geht es in Kleingruppen zu den verschiedenen Stationen. Es gibt Workshops zur Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland, zum Schutz von Kindern, deren Rechte verletzt wurden, zum Thema Kinderarbeit und zur Situation der Kinder im Kriegsland Syrien.


Freya und Joanna aus der 9a leiten einen Workshop zur Frage, wer denn in Deutschland helfen kann, wenn Kinderrechte verletzt werden. Dazu haben sie Kontakt mit unserer Sozialarbeiterin Kerstin Clausen aufgenommen.

Sehr aufmerksam lauschen die Schülerinnen und Schüler, als Merle und Broder (Q2 b) über die Situation von Kindern im kriegsgeschüttelten Syrien berichten, lebt doch heutzutage jedes 2. Kind in einem Kriegsgebiet.

Das Memory, das Olivia, Johanna (Q1a) und Christine (9a) für ihre Station vorbereitet haben, enthält viele Zahlen, die den meisten Kindern neu sind. Für Diskussion sorgt die Information, dass 101 Millionen Kinder weltweit keine Möglichkeit haben, eine Schule zu besuchen und dass auch in Deutschland die Bildungschancen ungerecht verteilt sind.

Das Fairtrade Siegel lernen die Schüler und Schülerinnen im Workshop von Sina, Merle und Miriam (Q2k)  kennen. Produkte, die damit ausgezeichnet sind, stammen nicht aus Kinderarbeit, so wie sie in dem Text, den sie mit den Schülern erarbeiten, beschrieben wird.

Der Abschluss findet wieder im Plenum statt und wird von Jana (Q2a) und Lusi (Q2b) geleitet. Die Schüler sind aufgefordert, zu entscheiden, welche Rechte für sie von besonderer Bedeutung sind. Viele haben das Recht auf elterliche Fürsorge aufgeschrieben. "Mir ist das Recht auf Privatsphäre wichtig," meint eine Schülerin aus der 6b. Ihre Mitschülerinnen nicken zustimmend. "Ich finde es wichtig, dass alle gleich behandelt werden müssen. Es ist unfair, wenn jemand ausgeschlossen wird, nur weil er anders ist," ist die Meinung eines anderen Schülers.

Daumen hoch, meinen die meisten Schüler und Schülerinnen des 6. Jahrgangs, als sie um ihre Ansicht zu diesem außergewöhnlichen Projekt gebeten werden. Eine schöne Rückmeldung für unsere AG-Schülerinnen und Schüler! Und von mir ein ganz großes Dankeschön, dass ihr euch trotz Abiprobeklausuren und Leistungsdruck zum Wohl der Schule engagiert habt.

Susanne Dreyer