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POL&IS 2011

Gespeichert von pn am/um 2. Dezember 2011 - 11:44

 

POL&IS

 

 

Als die Schülerinnen und Schüler des gesellschaftswissenschaftlichen Profils des 13. Jahrgangs sich am Morgen des 7. Novembers 2011 um 8 Uhr morgens am Rondell der Klaus-Harms-Schule einfanden, sah die Gruppe den nächsten drei Tagen mit gemischten Gefühlen entgegen. Denn es ging zum Marinestützpunkt Kiel, um das Spiel für Politik und Internationale Sicherheit, kurz POL&IS, der Bundeswehr zu spielen.

Doch was genau ist POL&IS überhaupt?

Hinter POL&IS verbirgt sich eine sicherheitspolitische Simulation, die von Schülern ab der 10. Klasse durchgeführt wird. Die Schüler, die an dieser Simulation teilnehmen, müssen ausgehend von einer politischen Situation politisch und wirtschaftlich aktiv werden, die durch die Spielleitung, die aus drei Jugendoffizieren der Bundeswehr besteht, vorgegebenen wird. Dabei ist die Welt in elf große Wirtschaftsregionen eingeteilt und hinzu kommen noch die Generalsekretäre der UN, Vertreter der Weltpresse, den Nichtregierungsorganisationen (NGO), wie z.B. Greenpeace und Amnesty International sowie die Weltbank.

In den einzelnen Regionen gibt es drei Posten, die durch Schüler besetzt werden müssen. Der Regierungschef, der Wirtschaftsminister und der Staatsminister.

Der Regierungschef trägt die Verantwortung für den Staat und wird von seinen Ministern beraten, der Wirtschaftsminister ist für den Verbrauch der Ressourcen und den Handel der Region zuständig und der Staatsminister führt das Militär und ist für die innen- und außenpolitische Sicherheit verantwortlich.

Jeder dieser Posten wird von einem Schüler übernommen und das Spiel wird in sog. POL&IS-Jahren gespielt. Ein POL&IS-Jahr entspricht dabei einem realen Jahr. In diesem Jahr wird in unterschiedlichen Phasen gehandelt, es werden Wirtschafts- und Bündnisverträge geschlossen, Haushaltspläne ausgearbeitet und umgesetzt und Truppen und Entwicklungshilfen über den Globus bewegt. Am Ende eines Jahres werden dann alle Geschehnisse in einer großen Versammlung von jeder Region vorgestellt.

Hierbei ist noch zu sagen, dass es sich bei dem Spiel wirklich um eine Simulation handelt. Es kann sich in alle Richtungen entwickeln, sodass z.B. Afrika plötzlich in der Lage ist Nahrungsmittel an Indien zu spenden, was in der Realität zur Zeit undenkbar wär.

Im Großen und Ganzen war das Spiel sehr interessant und informativ und eine große Erfahrung für jeden. Es ist ein guter Weg, um viel über die Abläufe der Weltwirtschaft zu lernen. Wenn an der Einführung noch etwas gefeilt wird, damit das Spiel schneller in die Gänge kommt, wovon auszugehen ist, kann man es nur weiterempfehlen.

Matz Nissen und Freya Bennemann, 13c

 

Bild von Pinn