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Nikolausabend in Stoltebüll am 6.12.2009

Gespeichert von jw am/um 20. August 2011 - 23:28

Wenn in Deutschland etwas ganz wichtig ist, dann doch bestimmt die Adventszeit und das Weihnachtsfest, an dem die ganze Familie zusammenkommt.
Andere Länder, andere Sitten!

Um den Austauschschülern, die dieses Jahr zum ersten Mal ohne ihre Familien und in der Ferne Weihnachten feiern werden, haben wir als ATSler fleißig Einladungen für den traditionellen Nikolausabend verschickt und eine kleine, weihnachtliche Feier im Feuerwehrhaus in Stoltebüll organisiert. Unser Organisationsteam hatte ganze Arbeit geleistet! Der Raum war gemütlich dekoriert, es roch nach
Punsch und der leckeren Hühnersuppe von Lisas Kochgenie-Oma. Im Hintergrund dudelten ein paar "Jingle Bells"...

Die Atmosphäre war toll und die Austauschschüler fühlten sich sichtlich wohl.

Es wurde geschnackt, gelacht und alle möglichen Modelle von Rollkragen- und Wollpullis präsentiert, weil die eine Hälfte unserer Austauschschüler weihnachtliche Temperaturen über 20 Grad gewohnt sind bzw. eine anderer Teil erst minus15 Grad als "kälter" bezeichnet. Also muss man sich mit der Garderobe ein wenig anpassen!

Nachdem endlich alle eingetroffen waren (die größen Schwierigkeiten hatten übrigens die ATSler?!?) und wir riesige Schüsseln mit der leckeren Hühnersuppe und Nudeln verputzt hatten, haben wir ein nettes "Kartenspiel" gespielt, was endgültig jedes Eis zum schmelzen brachte und für großes Gelächter sorgte.

Für Punschversorgung und reichlich Gesprächsstoff war durchgehend gesorgt, was wir vor allem unserem tollen Organisations- und dem Küchenteam zu verdanken hatten.

Dann war der große Moment gekommen: Es klopfte an der Tür und herein kam doch tatsächlich der Nikolaus mit langem, wehendem Bart und einem großen Sack. Da es in Deutschland Tradition ist, ein Gedicht oder Lied vor dem Nikolaus vorzutragen, waren natürlich alle aufgefordert, ihre Künste zu präsentieren. Nun kamen wir in den Genuss von einem englischsprachigen Gesangstrio, das "Jingle Bells" zum Besten gab, diverse Gedichte in Portugiesisch, Polnisch, Norwegisch, Finnisch etc. Und obwohl die Austauschschüler uns sonst was in ihren Sprachen hätten erzählen können, löste auch jedes noch so kurze Gedicht Begeisterungsstürme aus und wurde wohlwollend mit einem Schokoweihnachtsmann entlohnt. Der krönende Abschluss der Bescherung war dann das französische Solo von Frau Meyer, die wie ein Weihnachtsengel sang.